Personal & Organisationssoziologie
Modern ausgedrückt: Die Soziologie als die 'Gegenspionage' des sozialen Lebens in Wirtschaftsorganisationen oder Institutionen der öffentlichen Verwaltung.
Denn unbekannt und schwerzugänglich wie die Soziologie an sich ist, birgt sie jedoch für das Management und letztlich für jeden Werkzeuge, um die Codes des Miteinanders, der sozialen Interaktion am Arbeitsplatz zu knacken, die Fassaden von Loyalitätsfallen oder Manipulationen zu durchschauen und verborgene Machtstrukturen aufzudecken.
Du wirst zukünftig auf dieser Seite und in meinen Publikationen **Max Weber*** verstehen, der uns im **Eisernen Käfig** der Bürokratie gefangen sah. Du wirst **Erving Goffman** kennenlernen und verinnerlichen, wie die **Vorderbühne** der offiziellen Inszenierungen im Arbeitsleben von der **Hinterbühne** der informellen Wahrheiten zu unterscheiden ist. Du wirst mit **Niklas Luhmann** verstehen, warum manche Organisationen für Kritik vollkommen taub sind (**Autopoiesis am Paradebeispiel von Wirecard**). Und du wirst mit **Albert O. Hirschman** drei grundlegende Optionen entdecken: **Exit, Voice, or Loyalty**.
Diese Theorien sind nur Ausschnitte aus einer Vielzahl in der Managementlehre unbekannter Theorien und Konzepte, die aber zur Gestaltung der Wirklichkeit entscheidende Beiträge liefern. Es wird nicht der Einzelne "beleuchtet", sondern das System in den Fokus genommen. Soziale Interaktionen und Dynamiken in Verhandlungen, in Teams, im Vorstand, innerhalb von Betriebsräte-Strukturen werden besser verstanden. Die von mir soziologisch-übersetzten Management-Modelle
sind dabei keine abstrakten Gedankenspiele. Sie sind dein
Werkzeug-Set, deine Infrarotbrille, deine Landkarte für das Gebiet des
sozialen Lebens, in denen wir uns täglich mal besser mal
schlechter bewegen.
es geht um das system, nicht nur um den einzelnen
Die weniger bekannte Personal- wie die bekanntere Organisationssoziologie bilden ein Teilgebiet der Soziologie, die sich mit der strukturellen und sozialen Dimension von Arbeit, Beschäftigung, Führung und Organisationen befasst.
Die Disziplin untersucht im Gegensatz zur Psychologie, in der es mehr um den Einzelnen geht, ganze Systeme, wie Wirtschaftsunternehmen und deren Kulturen. Dabei sind soziale Beziehungen innerhalb von Teams oder zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden sowie die damit verbundenen Interaktionen, Dynamiken, toxischen Elemente, Hierarchien und kulturelle Muster im Blick. Beziehungen, die die das zwischenmenschliche Verhalten von Individuen innerhalb dieser Strukturen auf Team und Organisationsebene prägen oder auch vergiften können. Im Gegensatz zum allgegenwärtigen Glauben untersucht die Soziologie nicht nur ganze Gesellschaften, sondern hat ihren Blick auch auf Teilsysteme wie privatwirtschaftliche Unternehmen und Organisationen der öffentlichen Verwaltung.
Einen Einzug in die Management-Welt, vor allem in Personalabteilungen, vollzogen Psychologen, Sozialpsychologen und auch Pädagogen erfolgreicher. Die Soziologie als Sozialwissenschaft ist an Universitäten und Hochschulen etabliert, jedoch weniger in Management-Studiengängen und in der Wirtschaftspraxis selbst. Hier war ich stets ein Exot, da ich das Klischee des Taxifahrers mit einem Soziologie-Diplom nicht erfüllt habe. Dies möchte ich mit meiner Arbeit ändern, denn ich konnte 15 Jahre erfolgreich als Soziologe Akzente setzen und soziologische Theorien zum Leben erwecken, wie z.B. bei großen Verhandlungen oder schwierigen Führungsthemen.
Die Kenntnis und Erfahrung will ich zukünftig an ein breites Publikum, eine breite Leserschaft, an Führungskräfte von morgen und an meine Studierenden weitergeben.
Personalsoziologie (Individual- und Beziehungsbezogene Perspektive)
Die Personalsoziologie betrachtet den Menschen im Arbeitsleben in seiner Rolle als Mitarbeitenden innerhalb der Organisation. Sie analysiert die Interaktion zwischen Personal und der Organisationsstruktur. Der Fokus liegt auf den Arbeitsverhältnissen, der Personalauswahl, der Führungskräfte-Mitarbeitenden-Beziehungen, Bindung, Karrieren und der Arbeitszufriedenheit. Themen sind Personalauswahl, soziale, kulturelle und fachliche Integration, Leistungsbewertung, Konflikte im Arbeitsalltag, informelle Arbeitsgruppen, informell geteilte Normen und Werte.
Zentrale Themen der Personal- und Organisationssoziologie
Verantwortung und Machtverhältnisse. Das heißt, wer trifft Entscheidungen, wie ist die Verantwortung verteilt und wie wird Führung an die Organisation ausgerichtet? Nächster Untersuchungsgegenstand bildet der Wandel der Arbeitswelt unter Einfluss von Digitalisierung, Flexibilisierung und Globalisierung auf Beschäftigte. Dann wie laufen soziale Beziehungen abseits der offiziellen Hierarchie ab und wie beeinflussen diese kulturell das Arbeiten. Wie funktionieren Bindungskräfte in der sozialen Interaktion innerhalb von Teams, zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden und der Person zur Organisation. Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur, wie lässt sich entschlüsseln und gestalten.
Organisationssoziologie (Strukturelle Perspektive)
Die Organisationssoziologie analysiert Organisationen als soziale Systeme. Sie fragt danach, wie formale Strukturen (Regeln, Hierarchien) und informelle Beziehungen (Netzwerke, informelle Gruppen) entstehen, funktionieren und sich verändern.
Skelett und Akteure
Während die Organisationssoziologie das „Skelett“ und die Regeln (Strukturen) betrachtet, fokussiert die Personalsoziologie die direkte menschliche Interaktionsebene im Kontext von Personalmanagement und Führung.
Personalsoziologie schaut folglich auf die „Menschen“ (Akteure) in diesem Gefüge und deren zwischenmenschliche Beziehungen.