Change & Leadership Experience Research

Change &
Organisationsentwicklung

Warum verbinde ich Change immer direkt mit People und Culture? Weil Personalmanagement (Recruiting, Retention, Development) nie isoliert funktioniert. Es ist immer verbunden mit der Organisationsebene und den damit notwendigen Veränderungen.

Mein Ansatz: Veränderungen aller Art immer aus der Perspektive der Betroffenen denken, als Outside-In View. Das ist der Grundgedanke des Experience Managements: Nicht was die Organisation plant, sondern wie Menschen Wandel erleben, entscheidet über Erfolg oder Scheitern.

In allem, was wir tun, steckt Veränderung. Ob in HR, People & Culture oder als Führungskraft: Hier findest du erprobte Change-Werkzeuge, die du direkt in deinem Alltag ausprobieren kannst. Keine Beratung, sondern eine Wissens- und Toolplattform für Menschen in der Praxis bei Veränderungsprojekten.

Dein Werkzeugkoffer

12 Modelle & Werkzeuge für deine Veränderungspraxis

Alles, was du für professionelles Change Management brauchst. Jedes Werkzeug mit einer kurzen Praxis-Geschichte, die zeigt, wie es sich in der Realität anfühlt. Klicke auf ein Werkzeug, um mehr zu erfahren.

12 Werkzeuge. Null Theorie-Ballast.

Jedes Modell ist direkt anwendbar in deiner nächsten Teambesprechung, deinem nächsten Change-Projekt, deinem nächsten schwierigen Gespräch. Scrolle weiter und tauche tiefer ein.

Leitmotiv

Change Experience: Der Outside-In View

Zukünftig sollten wir Veränderungen aller Art immer aus der Perspektive unserer Leute denken. Das ist der Grundgedanke des Experience Managements, ein Konzept, das aus dem Kundenbereich stammt und über die Candidate Experience in den HR-Kontext übertragen wurde. Meine Forschung betrachtet vor allem die Leadership Experience in Kombination mit Change-Erfahrungen der Menschen im Arbeitskontext, und das vor allem als Kulturelemente.

Die Evolution des Experience-Gedankens

1

Customer Experience

Produkte und Services konsequent aus Kundensicht gestalten. Der Ursprung des Outside-In Denkens.

2

Candidate Experience

Den Bewerbungsprozess aus Sicht der Kandidaten denken. Erste Übertragung auf den HR-Kontext.

3

Leadership Experience

Führung aus der Perspektive der Geführten betrachten. Wie erleben Menschen ihre Führungskräfte?

4

Change Experience

Veränderung aus Sicht der Betroffenen gestalten. Wie erleben Menschen Wandel, und was brauchen sie?

Outside-In View

Was bedeutet Change Experience?

Change Experience bedeutet: Jede Veränderungsmaßnahme wird aus der Perspektive derer gedacht, die sie erleben. Nicht aus der Perspektive derer, die sie planen. Es ist die konsequente Anwendung des Experience-Management-Prinzips auf organisationale Veränderungen.

Die zentrale Frage:

„Wie erleben unsere Menschen diese Veränderung, und was brauchen sie, um sie aktiv mitzugestalten?“

Change-Erfahrungen als Kulturelemente

Wie Menschen Veränderung erleben, prägt die Organisationskultur nachhaltig. Positive Change Experiences stärken Vertrauen, Offenheit und Veränderungsbereitschaft. Negative Erfahrungen erzeugen Zynismus und Widerstand, oft über Jahre hinweg.

Kulturprägend:Jede Veränderung hinterlässt Spuren im kollektiven Gedächtnis
Selbstverstärkend:Gute Erfahrungen machen offen für den nächsten Wandel
Führungsabhängig:Leadership Experience und Change Experience sind untrennbar

"Nicht die Veränderung selbst entscheidet über Erfolg oder Scheitern, sondern wie Menschen sie erleben. Change Experience ist der kulturelle Fingerabdruck jeder Transformation."

Kootz (2026)
Bereich 1

Storytelling im Change Management

Veränderung wird nicht durch PowerPoint-Folien getragen, sondern durch Geschichten. Narrative schaffen emotionale Verbindung, transportieren Werte stärker als jede Richtlinie und geben Menschen Orientierung in unsicheren Zeiten. Wer Change führt, muss Geschichten erzählen können.

Menschen denken nicht in Daten und Fakten, sie denken in Geschichten. Neurowissenschaftliche Forschung zeigt: Narrative aktivieren nicht nur die Sprachzentren im Gehirn, sondern auch die Areale, die für Emotionen, Empathie und Handlungsplanung zuständig sind.

Drei Funktionen von Storytelling im Change:

  • 1Sinnstiftung: Geschichten beantworten das 'Warum' auf emotionaler Ebene
  • 2Identifikation: Menschen sehen sich selbst in der Geschichte und werden Teil davon
  • 3Handlungsorientierung: Narrative zeigen den Weg vom Ist zum Soll

"Kultur wird durch Geschichten weitergegeben, nicht durch Richtlinien. Narrative transportieren Werte stärker als jede Regel."

Vgl. Schein (1999), Grewe (2025)
Management Impuls lesen: "Die Kraft der Narrative"
Bereich 2

Shared Mental Models

Ein gemeinsames Verständnis ist das Fundament jeder erfolgreichen Veränderung. Shared Mental Models beschreiben die geteilten kognitiven Strukturen, die Teams und Organisationen befähigen, koordiniert zu handeln, auch unter Unsicherheit und Zeitdruck.

Shared Mental Models (SMM) sind übereinstimmende kognitive Repräsentationen von Aufgaben, Teamrollen, Prozessen und Zielen, die Teammitglieder teilen. Sie ermöglichen implizite Koordination: das Antizipieren der Handlungen anderer, ohne explizit kommunizieren zu müssen.

Vier Dimensionen geteilter Modelle:

Aufgabenmodell

Was muss getan werden? Gemeinsames Verständnis der Ziele und Prioritäten.

Teammodell

Wer kann was? Kenntnis der Stärken, Rollen und Verantwortlichkeiten.

Prozessmodell

Wie arbeiten wir zusammen? Geteilte Vorstellung von Abläufen und Schnittstellen.

Situationsmodell

Wo stehen wir? Gemeinsame Einschätzung der aktuellen Lage und Dynamik.

"Teams mit hoher Übereinstimmung ihrer mentalen Modelle zeigen signifikant bessere Koordination, schnellere Entscheidungen und höhere Anpassungsfähigkeit in Veränderungsprozessen."

Vgl. Cannon-Bowers et al. (1993); Mathieu et al. (2000)
Aktuelle Forschung

Fachartikel: Shared Mental Models in der Transformation

Mein Buchbeitrag über Shared Mental Models als Schlüssel für erfolgreiche Transformation erscheint im Juli 2026 im Sammelband "Technologie und Organisation. Evidenzbasierte und praxistaugliche Impulse für eine gelungene Transformation" bei Springer Gabler (Reindl, Kootz & Störmer).

Der Beitrag zeigt, wie geteilte mentale Modelle Teams und Führungskräfte in Veränderungsprozessen stärken, insbesondere in technologiegetriebenen Transformationen, in denen unterschiedliche Abteilungen und Disziplinen ein gemeinsames Verständnis entwickeln müssen.

Zitation: Reindl, Kootz & Störmer (2026). Shared Mental Models. In: Technologie und Organisation. Springer Gabler. Erscheint im Juli 2026.

Bereich 3

Widerstände, Akzeptanz & Commitment

Widerstand ist keine Störung, er ist Information. Wer Widerstände versteht, kann Akzeptanz aufbauen. Wer Akzeptanz schafft, kann Commitment erzeugen. Dieser Dreiklang ist der Schlüssel für jeden Change Manager und jede Führungskraft.

Widerstände verstehen

Widerstand ist eine natürliche Reaktion auf wahrgenommene Bedrohung. Er zeigt, dass Menschen die Veränderung ernst nehmen. Die Frage ist nicht, wie man Widerstand eliminiert, sondern wie man ihn als Ressource nutzt.

Offener Widerstand

Sichtbar, direkt, oft konstruktiv. Protest, Kritik, Verweigerung. Kann adressiert werden.

Stiller Widerstand

Unsichtbar, passiv, gefährlich. Rückzug, Dienst nach Vorschrift, innere Kündigung.

Rationaler Widerstand

Sachliche Einwände, fehlende Informationen, unklarer Nutzen. Braucht Fakten und Dialog.

Emotionaler Widerstand

Angst, Verlustgefühl, Überforderung. Braucht Empathie, Zeit und Begleitung.

"Nicht aller Widerstand ist laut. Quiet Phenomena (stille Widerstände wie Apathie, Rückzug und passive Nicht-Kooperation) sabotieren Change-Projekte oft effektiver als offener Protest."

Vgl. Doppler & Lauterburg (2019)
Bereich 4

Technologieprojekte & Ängste

Change heute bedeutet vor allem und in besonderem Maße: Technologieprojekte. Digitalisierung, KI-Einführung, neue Systeme. Hier ist besondere Akzeptanz erforderlich, weil Ängste eine gewichtige Rolle spielen. Angst vor Jobverlust, vor Überforderung, vor dem Verlust von Expertise und Relevanz.

Technologieprojekte unterscheiden sich fundamental von anderen Veränderungen: Sie greifen in tägliche Arbeitsroutinen ein, verändern Kompetenzanforderungen und stellen die eigene Relevanz infrage. Das erzeugt existenzielle Ängste, die mit rationalen Argumenten allein nicht zu adressieren sind.

Angst vor Jobverlust

Transparenz über Auswirkungen. Ehrliche Kommunikation: Was bleibt, was ändert sich, was entfällt?

Angst vor Überforderung

Qualifizierungsangebote VOR dem Go-Live. Lernzeit als Arbeitszeit anerkennen.

Angst vor Relevanzverlust

Erfahrungswissen wertschätzen. Neue Rollen aufzeigen: Vom Anwender zum Gestalter.

Angst vor Kontrollverlust

Beteiligung an der Gestaltung. Mitarbeitende als Pilotnutzer und Feedbackgeber einbinden.

Die BANI-Welt als Kontext

Technologieprojekte finden heute in einer BANI-Welt statt: Brüchig, Angstvoll, Nicht-linear, Unbegreiflich. Das bedeutet: Klassische Planungsansätze stoßen an ihre Grenzen. Change Manager brauchen Agilität, Empathie und die Fähigkeit, mit Ambiguität umzugehen.

B

Brüchig

A

Angstvoll

N

Nicht-linear

I

Unbegreiflich

Bereich 5

Krisen & Personalrestrukturierungen

Fusionen, Übernahmen, Standortschließungen, Personalabbau: Krisen sind die härteste Form der Veränderung. Hier geht es nicht um Optimierung, sondern um Überleben. Und trotzdem: Auch in Krisen braucht es Menschlichkeit, Kommunikation und professionelles Change Management.

In Krisen und Restrukturierungen zeigt sich, was Führung wirklich bedeutet. Menschen brauchen Orientierung, Ehrlichkeit und das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden, auch wenn die Nachrichten schlecht sind.

Ehrlichkeit vor Schönfärberei

Lieber eine unbequeme Wahrheit als eine beruhigende Lüge. Menschen spüren Unehrlichkeit und verlieren Vertrauen.

Schnelligkeit vor Perfektion

In Krisen ist Schweigen Gift. Lieber früh mit unvollständigen Informationen kommunizieren als zu spät mit perfekten Folien.

Empathie vor Effizienz

Trennungsgespräche brauchen Zeit, Raum und Würde. Offboarding ist keine Verwaltungsaufgabe, sondern Führungsaufgabe.

Perspektive vor Panik

Was kommt danach? Wer bleibt, braucht eine Zukunftsvision. Wer geht, braucht Unterstützung beim Übergang.

Praxisbeispiel

Fusion E-Plus & Telefónica: 10.000+ Mitarbeitende

Zwei Konzerne, zwei Kulturen, tausende Ängste. Mitarbeitende wussten nicht, wo sie stehen. Gerüchte verbreiteten sich schneller als Fakten. Die Strategie: Orientierung statt Chaos. Klare Kommunikation, schnelle Entscheidungen, Menschen mitnehmen. Nicht alle Fragen beantworten, sondern zeigen: Wir wissen, wo es hingeht. Ergebnis: Fluktuation stabil gehalten, Kulturintegration in 18 Monaten abgeschlossen, Mitarbeiterengagement stieg um 35%.

Deine Werkzeuge für Veränderung

Zwei umfassende interaktive Toolkits, wissenschaftlich fundiert, praktisch nutzbar. Klicke dich durch die Modelle, entdecke Zusammenhänge und finde die Werkzeuge, die zu deiner Situation passen.

Change Management Toolkit

9 Modelle · Interaktiv

BANI-Welt, Lewin 3-Phasen, Kübler-Ross Change Curve, Kotter 8 Stufen, Bridges Transition, McKinsey 7S, 5 Kulturhebel, New Leadership, ADKAR. Alle Modelle interaktiv erkunden mit Retention-Brücke.

BANILewinKotterADKARBridges7S

Change & Culture Kit

5-Phasen-Synthese · Integriert

Integriertes 5-Phasen-Modell: Erkennen → Mobilisieren → Befähigen → Verankern → Verbinden. Fusioniert alle 9 Change-Modelle zu einem handlungsorientierten Framework mit Checklisten für Führungskräfte und People & Culture.

5 PhasenChecklistenFK-LearningsPC-Maßnahmen
Virtueller Werkzeugkoffer

People, Culture & Change

In einer BANI-Welt bedingen sich People, Culture und Change gegenseitig. Wer Mitarbeitende binden will, muss verstehen, wie soziale dynamische Kräfte wirken und wie Menschen Veränderung erleben. Dieser Werkzeugkoffer gibt dir die praktischen Tools, um Wandel zu gestalten und dabei Bindung zu stärken.

Warum jetzt?

Die Arbeitswelt ist brüchig, angstvoll, nicht-linear und unbegreiflich geworden (Cascio, 2020). Klassische Change-Modelle allein reichen nicht mehr. HR- und People & Culture-Verantwortliche brauchen einen integrierten Werkzeugkoffer, der strukturelle Veränderung mit emotionaler Begleitung und kultureller Verankerung verbindet. Denn in Krisenzeiten zeigt sich: Organisationen, die ihre Menschen durch den Wandel mitnehmen, binden sie langfristig.

B BrüchigA AngstvollN Nicht-linearI Unbegreiflich
B

Brittle

Brüchig

Antwort:

Resilienz & Flexibilität

A

Anxious

Angstvoll

Antwort:

Empathie & Achtsamkeit

N

Non-linear

Nicht-linear

Antwort:

Adaptivität & Experiment

I

Incomprehensible

Unbegreiflich

Antwort:

Intuition & Transparenz

Cascio, J. (2020). BANI Framework. Interaktive Darstellung.

Gemeinsam überwundene Krisen stärken die Bindung

Die Forschung zeigt: Mitarbeitende, die einen Veränderungsprozess als gut begleitet, transparent und wertschätzend erleben, entwickeln eine signifikant höhere Verbleibsabsicht als vor der Krise. Der entscheidende Faktor ist nicht die Abwesenheit von Veränderung, sondern die Qualität der Begleitung. Wer seine Menschen durch das Tal der Tränen führt und gemeinsam Erfolge feiert, schafft eine Bindungserfahrung, die stärker ist als jedes Retention-Programm.

Verbleibsabsicht steigt nach erfolgreicher TransformationKulturentwicklung ist der nachhaltigste Retention-HebelEmpathische Führung im Change bindet langfristig

Vgl. Blum, Gottschlich & Kootz (2025). Wettbewerbsvorteil Mitarbeiterbindung. Haufe Verlag. | Kotter, J. P. (1996). Leading Change. Vahlen. | Bridges, W. & Bridges, S. (2017). Managing Transitions. Da Capo Lifelong Books. | Schein, E. H. (1999). The Corporate Culture Survival Guide. Jossey-Bass. | Becker, M. & Daube, C. H. (2025). Vom Change Management zum Transformationsmanagement. IUCF Working Paper No. 3/2025. | Bass, B. M. (1990). From transactional to transformational leadership. Organizational Dynamics, 18(3), 19–31. | Doppler, K. & Lauterburg, C. (2019). Change Management. Campus Verlag. | Jecker, C. & Spachmann, K. (2023). Vertrauen in der internen Kommunikation. Springer. | Stolzenberg, K. & Heberle, K. (2021). Change Management. 4. Aufl. Springer.

Change & Culture Kit

Von 9 Modellen zu 1 Praxis-Framework

Was passiert, wenn man BANI, Lewin, Kübler-Ross, Kotter, Bridges, McKinsey 7S, die 5 Hebel der Kulturgestaltung, New Leadership und ADKAR zusammen liest? Dieses Kit fusioniert alle 9 Change-Modelle zu einem integrierten 5-Phasen-Framework mit konkreten Handlungsempfehlungen, sowohl für Führungskräfte als auch für das People & Culture Management. Zentrale Erkenntnis: Führung – vor allem Kommunikation und Vertrauen – ist der Change-Glue, der Menschen in der Veränderung zusammenhält und gemeinsame Krisen zur stärksten Bindungserfahrung macht.

Change ist ein Kreislauf

Alle 9 Modelle zeigen: Veränderung ist kein linearer Prozess mit Anfang und Ende, sondern ein Kreislauf. Bridges' Transition-Bogen (Loslassen → Neutrale Zone → Neuer Anfang) macht deutlich: Jeder Neue Anfang trägt bereits den Keim des nächsten Loslassens. Die Verbindungsphase ist gleichzeitig der Beginn des nächsten Erkennens.

Emotion schlägt Struktur

Von Kübler-Ross über Bridges bis ADKAR: Die emotionale Dimension ist in jedem Modell der entscheidende Erfolgsfaktor. Bridges unterscheidet klar zwischen Change (der äußeren Veränderung) und Transition (dem inneren Übergang). Strukturelle Veränderung ohne Begleitung des psychologischen Übergangs erzeugt Widerstand statt Wandel.

Führung als Change-Glue

Führung – vor allem Kommunikation und Vertrauen – ist der Klebstoff, der Menschen in der Veränderung zusammenhält (Becker & Daube, 2025; Bass, 1990; Doppler & Lauterburg, 2019; Frehner, 2023). Jecker & Spachmann (2023) belegen, dass Vertrauen in der internen Kommunikation die Grundlage für Veränderungsbereitschaft bildet. Ob Bridges' empathische Begleitung durch die Neutrale Zone, Kotters Visionskommunikation oder New Leadership: Führungskräfte sind der zentrale Transmissionsriemen.

Gemeinsame Krisen binden

Die tiefste Erkenntnis der Synthese: Gemeinsam durchlebte Krisen und Transformationen erzeugen eine Bindungsstärke, die kein Gehaltspaket ersetzen kann. Bridges zeigt, dass die bewusste Gestaltung aller Übergangsphasen die Voraussetzung dafür ist. Change Management wird zu Retention Management – und umgekehrt.

5 Phasen des integrierten Change & Culture Frameworks

Klicke auf eine Phase, um die zugehörigen Modelle, Führungskräfte-Empfehlungen, P&C-Maßnahmen und die Praxis-Checkliste zu entdecken.

PhaseKernfrageQuell-ModelleFK-FokusP&C-Fokus
1Erkennen
Den Wandel begreifen und Dringlichkeit schaffen
BANI-WeltKotter Stufe 1ADKAR+2
Kommuniziere das Warum transparent und wiederholend. Nutze Daten, Geschichten un...BANI-Kontextanalyse
2Gewinnen
Menschen mitnehmen und Beteiligung schaffen
Kotter Stufe 2 bis 4ADKARKübler-Ross Phase 1 bis 3+3
Höre mehr zu als du redest. In dieser Phase ist Empathie wichtiger als Eloquenz....Change-Agent-Netzwerk
3Befähigen
Kompetenz aufbauen und Hindernisse beseitigen
ADKARKotter Stufe 5McKinsey 7S+2
Investiere in Trainings und stelle dafür echte Zeit bereit. Weiterbildung zwisch...Qualifizierungsprogramme
4Verankern
Kultur gestalten und Erfolge festigen
LewinKotter Stufe 6 bis 8ADKAR+3
Feiere Erfolge sichtbar und zeitnah. Sichtbare Fortschritte stärken das Vertraue...Anreizsysteme neu ausrichten
5Verbinden
Bindung durch Wandel stärken und Resilienz aufbauen
Alle 9 ModelleNew LeadershipBANI-Resilienz+3
Nutze die gemeinsam bewältigte Veränderung bewusst als Bindungserlebnis. Erinner...Stay-Interviews nach Change

Dieses Framework ist eine eigenständige Synthese von Prof. Dr. Jochen Kootz (2025), basierend auf den Arbeiten von Cascio (2020), Lewin (1947), Kübler-Ross (1969), Kotter (1996), Bridges & Bridges (2017), Waterman, Peters & Phillips (1980), Schein (1999), Hiatt (2006), Bass (1985, 1990), Manz & Sims (1991), Hackl et al. (2017), Becker & Daube (2025), Doppler & Lauterburg (2019), Frehner (2023), Jecker & Spachmann (2023), Pastoors & Ebert (2019) und Stolzenberg & Heberle (2021).

Weiterempfehlen

Empfehle dieses Tool gerne weiter. Die Nutzung ist immer frei und kostenlos und darf auch auf Social Media geteilt werden – ohne Einschränkung und Copyright.

Empirische Forschungsarbeiten

Ausgewählte betreute Abschlussarbeiten, die sich empirisch mit Change Management, Technologie-Implementierung und Veränderungsprozessen beschäftigen. Alle Arbeiten wurden an der IU Internationale Hochschule verfasst.

Abgeschlossene Arbeiten im Themenfeld Change & Technologie

BachelorQualitativ

Change Management: Arten des Widerstands gegen Veränderungen

Widerstandsformen und deren Ursachen in Veränderungsprozessen

BachelorFallstudie

Change Management in Mergers & Acquisitions

Kulturintegration und Change-Steuerung bei Unternehmenszusammenschlüssen

MasterQualitativ

Führung in Zeiten der Veränderung: Entwicklung eines agilen Führungskompetenzmodells

Kompetenzanforderungen an Führungskräfte in dynamischen Change-Kontexten

BachelorKonzeptionell-empirisch

Kulturbewusste Integration als Framework für Unternehmenszusammenschlüsse

Kulturelle Due Diligence und Post-Merger-Integration

BachelorQualitativ

Krisenkommunikation bei Rationalisierungsmaßnahmen

Kommunikationsstrategien bei Personalabbau und Restrukturierung

MasterQualitativ

Die Auswirkungen des Einsatzes von KI auf Führung

Wie KI-Systeme Führungsrollen und -verhalten verändern

BachelorQualitativ

KI-Kommunikation in der Teamentwicklung

Akzeptanz und Wirkung von KI-gestützter Kommunikation in Teams

MasterMixed Methods

Modernisierung von Bundesbehörden: Auswirkungen interdisziplinärer Teams auf Zusammenarbeit und Arbeitszufriedenheit

Organisationsveränderung im öffentlichen Sektor und deren Auswirkungen

BachelorMetastudie

Psychische Gesundheit zwischen Leistungsanforderungen und technologischem Wandel

Ängste und Belastungen durch Technologieeinführung am Arbeitsplatz

BachelorVergleichsstudie

Technologie als Bindungsinstrument für junge Fachkräfte: Digitalisierung im Retention Management

Technologie-Akzeptanz als Bindungsfaktor im öffentlichen Dienst vs. Privatwirtschaft

BachelorDokumentenanalyse

Der Einfluss der EU-KI-Verordnung auf KI-Anwendungen in der Personalarbeit

Regulatorische Rahmenbedingungen für KI-Implementierung in HR

MasterQualitativ

Erfolgsfaktoren bei HRIS-Rollouts

Change Management bei der Einführung von HR-Informationssystemen

Aktuell laufende Arbeiten (2026)

Laufend · Bachelor

Das Magische Dreieck der Change-Leadership

Führung, Kommunikation und Beteiligung als Erfolgsfaktoren

Laufend · Master

Mechanismen organisationaler Kulturveränderung: Machtstrukturen und Anreizsysteme

Qualitative Untersuchung von Kulturwandel-Treibern

Laufend · Bachelor (dual)

Digital Leadership als Ressource gegen Technostress

Führungsverhalten und Technologie-Ängste in Hybrid Work

Laufend · Bachelor

Retention von High-Performern bei geplanter Personalrestrukturierung

Bindungsstrategien in Krisenphasen

Neue Themenvorschläge für empirische Forschungsarbeiten

Verfügbar für Bachelor- und Masterarbeiten · Betreuung durch Prof. Dr. Jochen Kootz

1Master

Change Experience Measurement

Entwicklung eines Messinstruments für die subjektive Veränderungserfahrung von Mitarbeitenden

Methode

Mixed Methods (Skalenentwicklung + qualitative Validierung)

Relevanz

Erstmalige Operationalisierung des Change-Experience-Konstrukts als Grundlage für evidenzbasiertes Veränderungsmanagement aus der Perspektive der Betroffenen.

2Bachelor/Master

Technologie-Ängste und Akzeptanzverhalten bei KI-Einführung

Eine empirische Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Akzeptanz KI-basierter Systeme am Arbeitsplatz

Methode

Quantitativ (Fragebogen, TAM/UTAUT-Modell)

Relevanz

Verbindung von Technologie-Akzeptanzforschung mit Change-Management-Perspektive: Welche Rolle spielen Ängste, Vertrauen in Führung und organisationale Kommunikation?

3Master

Shared Mental Models in Change-Teams

Wie geteilte kognitive Landkarten die Effektivität von Change-Management-Teams beeinflussen

Methode

Qualitativ (Interviews + kognitive Mapping-Methode)

Relevanz

Anschluss an die aktuelle Forschung zu Shared Mental Models (Kootz, 2026). Untersuchung, ob und wie ein gemeinsames Veränderungsverständnis die Umsetzungsqualität von Transformationsprojekten beeinflusst.

Interesse an einem dieser Themen? Oder eigene Idee im Bereich Change & Technologie?

Zur Studierenden-Seite

Diese Seite ist eine Wissens- und Toolplattform. Alle Inhalte basieren auf wissenschaftlicher Forschung und Praxiserfahrung.

Prof. Dr. Jochen Kootz · People, Culture & Change · [email protected]

Diese Website verwendet Cookies für die bestmögliche Erfahrung.