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Leadership 4.0

Dein Kursbegleiter: Themen finden, Seminararbeit strukturieren, Quellen richtig zitieren.

Herzlich willkommen! #gerneDu

Schön, dass du hier bist. Diese Seite hilft dir, die Themen im Kurs Leadership 4.0 zu durchdringen und dich auf deine Prüfungsleistung vorzubereiten.

Ich bin Jochen. und wenn du Fragen hast, melde dich jederzeit per E-Mail: [email protected]

Wir sehen und hören uns im Kurs, der sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester stattfindet. Leadership 4.0 gehört zu meinen grundständigen Modulen für Studierende der Betriebswirtschaftslehre und weiterer angrenzender Fachbereiche. Im dualen Studium und im Fernstudium.

Pflichthinweise vor dem Start

IU-Richtlinien gelten immer: Die aktuellen Richtlinien für wissenschaftliches Arbeiten und KI-Nutzung findest du in MyCampus. Diese sind verbindlich und haben Vorrang.

Offizielle IU-Vorlage verwenden: Nutze ausschließlich die Vorlage für wissenschaftliches Arbeiten mit dem Deckblatt der IU aus MyCampus. Keine Eigenkreationen.

Teilnahme ist Pflicht: Die Teilnahme an allen Seminarveranstaltungen ist verpflichtend.

Sommersemester

30. September

Abgabefrist Seminararbeit

Wintersemester

31. März

Abgabefrist Seminararbeit

Struktur

Aufbau deiner Seminararbeit

15 Seiten +/- 10% reiner Textteil. Folge diesem roten Faden:

1

Einleitung

1 bis 2 S.

Problemstellung, Zielsetzung, Aufbau der Arbeit

2

Theorie

3 bis 4 S.

Führungstheorien, Modelle, Definitionen

3

Analyse

5 bis 6 S.

Vertiefung mit Studien, Vergleiche, Argumentation

4

Praxis

2 bis 3 S.

Konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis

5

Fazit

1 bis 2 S.

Zusammenfassung, kritische Reflexion, Ausblick

+ Literaturverzeichnis (1 bis 2 S.) und ggf. Anhang

12 Themenvorschläge

Finde dein Thema

Jede Karte zeigt dir Thema, roten Faden und Einstiegsquellen. Swipe durch!

1

Transformationale vs. Transaktionale Führung

Wie unterscheiden sich die Führungsstile und welcher wirkt besser in der VUCA-Welt?

Roter Faden

Theorie beider Modelle → Vergleich anhand aktueller Studien → Handlungsempfehlungen für Führungskräfte

Einstiegsquellen

Bass & Riggio (2006)

Franken (2016)

Schermuly (2022)

2

Servant Leadership als Zukunftsmodell

Dienende Führung: Hype oder echte Alternative zur klassischen Hierarchie?

Roter Faden

Greenleafs Konzept → Empirische Evidenz → Praxistransfer in deutsche Unternehmen

Einstiegsquellen

Greenleaf (1977)

Liden et al. (2014)

Stock-Homburg & Groß (2019)

3

Empowering Leadership in agilen Teams

Wie Self Leadership und Empowerment die Teamleistung steigern.

Roter Faden

Manz & Sims Modell → Scrum/Agile Kontext → Fallstudie oder Befragung

Einstiegsquellen

Manz & Sims (1991)

Furtner & Baldegger (2016)

Frye & Möltner (2024)

4

Führen altersgemischter Teams

Babyboomer, Gen X, Y, Z: Generationenkonflikte als Chance nutzen.

Roter Faden

Generationenprofile → Herausforderungen in der Führung → Konkrete Maßnahmen

Einstiegsquellen

Eberhardt (2024)

Lorse (2017)

Stock-Homburg & Groß (2019)

5

Gesundheitsbewusste Führung & BGM

Wie Führungskräfte die Gesundheit ihrer Teams aktiv fördern können.

Roter Faden

BGM-Grundlagen → Führung als Gesundheitsfaktor → Maßnahmen & ROI

Einstiegsquellen

Halbe-Haenschke & Reck-Hog (2017)

Ternes et al. (2021)

6

Change Management: Kotter vs. Lewin

Zwei Klassiker im Vergleich: Welches Modell passt wann?

Roter Faden

Lewin 3-Phasen → Kotter 8-Stufen → Vergleichende Analyse → Praxisempfehlung

Einstiegsquellen

Kotter (2015)

Lauer (2019)

Burnes (2004)

7

New Work und Führungsrollenwandel

Von Kontrolle zu Reflexion: Wie New Work die Führung transformiert.

Roter Faden

Bergmanns New Work → Führungsrolle heute → Sinn, Autonomie, Empowerment

Einstiegsquellen

Bergmann (2020)

Hackl et al. (2017)

Schermuly (2022)

8

Digitale Führung in virtuellen Teams

Remote Leadership: Vertrauen aufbauen ohne physische Präsenz.

Roter Faden

Herausforderungen virtueller Führung → Tools & Methoden → Handlungsempfehlungen

Einstiegsquellen

Lippold (2019)

Foelsing & Schmitz (2021)

Erpenbeck & Sauter (2024)

9

Psychologische Sicherheit als Führungsaufgabe

Warum Teams nur innovativ sind, wenn sie sich sicher fühlen.

Roter Faden

Edmondsons Konzept → Rolle der Führungskraft → Messbarkeit & Umsetzung

Einstiegsquellen

Edmondson (2019)

Google re:Work Studie

Franken (2016)

10

Emotionale Intelligenz als Führungskompetenz

Warum EQ wichtiger ist als IQ für erfolgreiche Führung.

Roter Faden

Golemans Modell → EQ in der Führungspraxis → Training & Entwicklung

Einstiegsquellen

Goleman (1998)

Franken (2016)

Lippold (2019)

11

BANI vs. VUCA: Welches Framework passt?

Zwei Modelle zur Beschreibung unserer Welt im Vergleich.

Roter Faden

VUCA-Konzept → BANI als Weiterentwicklung → Implikationen für Führung

Einstiegsquellen

Cascio (2020)

Lorse (2017)

Lauer (2019)

12

Situatives Führen nach Hersey & Blanchard

Warum es keinen universell besten Führungsstil gibt.

Roter Faden

Reifegradmodell → Vier Führungsstile → Kritische Würdigung & Praxistransfer

Einstiegsquellen

Hersey & Blanchard (1982)

Yammarino & Dansereau (2002)

Lippold (2019)

13

Connected Leadership & Mitarbeiterbindung

Welche Faktoren und Verhaltensweisen von Führungskräften wirken auf Bindung?

Roter Faden

Bindungstheorie im Organisationskontext → Führungsverhalten als Bindungsfaktor → Empirische Analyse (Onlinesurvey oder Experteninterviews) → Handlungsempfehlungen für Connected Leadership

Einstiegsquellen

Kootz (2024): Crashkurs People, Culture & Change

Allen & Meyer (1990)

Felfe (2008)

Gallup Engagement Index

14

Potenzialorientierte Führung

Wie kann Leistung gefördert, Kompetenzen entwickelt und Potenzial freigesetzt werden?

Roter Faden

Potenzial- vs. Defizitorientierung → Stärkenbasierte Führungsmodelle → Kompetenzentwicklung & Talentmanagement → Praxismaßnahmen für Führungskräfte

Einstiegsquellen

Buckingham & Clifton (2001)

Kootz (2024)

Erpenbeck & Sauter (2024)

Lippold (2019)

15

Diagnostik & Leadership

Wie Daten und Persönlichkeitsanalyse personalisierte Entwicklung von Mitarbeitenden und Teams ermöglicht.

Roter Faden

Diagnostische Verfahren (ID37, MBTI, Big Five) → Datengestützte Führung → Personalisierte Entwicklungspläne → Ethische Grenzen & Handlungsempfehlungen

Einstiegsquellen

Hossiep & Mühlhaus (2015)

Kootz (2024)

Schuler & Kanning (2014)

Lippold (2019)

16

High-Performing Teams durch transformative Führung

Wie transformative und potenzialorientierte Führung Hochleistungsteams formt.

Roter Faden

Merkmale von High-Performing Teams → Transformationale Führung als Enabler → Potenzialorientierung & psychologische Sicherheit → Fallstudie oder Befragung

Einstiegsquellen

Katzenbach & Smith (1993)

Edmondson (2019)

Bass & Riggio (2006)

Kootz (2024)

← Wischen oder klicken zum Blättern →

Praxistipps

6 Tipps für eine gute Seminararbeit

🧭

Roter Faden

Einleitung → Theorie → Analyse → Handlungsempfehlungen → Fazit. Jedes Kapitel muss logisch zum nächsten überleiten.

🎯

Forschungsfrage

Formuliere eine spezifische, beantwortbare Frage. Nicht: ‘Was ist Leadership?’ Sondern: ‘Wie beeinflusst transformationale Führung die Mitarbeiterbindung in KMU?’

💡

Handlungsempfehlungen

Der Praxisteil macht den Unterschied! Leite aus deiner Analyse 3 bis 5 konkrete, umsetzbare Maßnahmen ab. Keine Allgemeinplätze.

📚

Quellenarbeit

Mindestens 15 bis 20 Quellen, davon überwiegend Fachbücher und Journals. Statista für Zahlen ist okay, aber nie als einzige Quelle.

📏

Umfang einhalten

15 Seiten +/- 10% reiner Textteil (ohne Verzeichnisse und Anhang). Qualität vor Quantität. Kein Fülltext.

Zeitmanagement

Plane rückwärts von der Deadline. Literaturrecherche (2 Wo.), Gliederung (1 Wo.), Schreiben (3 Wo.), Korrektur (1 Wo.).

← Wischen oder klicken zum Blättern →

Methodik

Forschungsmethoden für deine Arbeit

Wähle die passende Methode für deine Fragestellung. Klicke auf eine Karte für Details.

Allgemeine Tipps zur Anfertigung

Kläre die Methodik früh im Seminar. Nicht erst beim Schreiben entscheiden, ob qualitativ oder quantitativ.

Jede empirische Arbeit braucht einen Theorieteil vor der Empirie. Erst Modelle erklären, dann untersuchen.

Leite immer konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis ab. Das ist der Mehrwert deiner Arbeit.

Nutze KI-Tools transparent als Hilfsmittel (Recherche, Transkription), aber nie als Quelle. Kennzeichnungspflicht beachten.

Wissenschaftliches Arbeiten

Richtig zitieren (APA)

Die IU verwendet den APA-Zitierstil. Hier die wichtigsten Beispiele:

Literaturverzeichnis

Kotter, J. P. (2015). Leading Change: Wie Sie Ihr Unternehmen in acht Schritten erfolgreich verändern. Verlag Franz Vahlen.

Im Text

(Kotter, 2015, S. 45)

Wichtig: Prüfe immer die aktuellen IU-Zitierrichtlinien in MyCampus. Die hier gezeigten Beispiele dienen zur Orientierung. Bei Abweichungen gelten die offiziellen IU-Vorgaben.

Literatur

Empfohlene Quellen

Starte deine Recherche mit diesen Standardwerken:

Bergmann, F. (2020)

Neue Arbeit, neue Kultur

7. Aufl.New Work Grundlagen

Franken, S. (2016)

Führen in der Arbeitswelt der Zukunft

SpringerModerne Führung

Schermuly, C. C. (2022)

New Work Utopia

HaufeNew Work Vision

Eberhardt, D. (2024)

Generationen zusammen führen

Haufe, 4. Aufl.Generationenführung

Kotter, J. P. (2015)

Leading Change

VahlenChange Management

Lauer, T. (2019)

Change Management

Springer, 3. Aufl.Veränderungsprozesse

Hackl, B. et al. (2017)

New Work: Auf dem Weg zur neuen Arbeitswelt

SpringerNew Work Praxis

Lippold, G. (2019)

Moderne Führungskompetenzen

Springer GablerDigitale Führung

Foelsing, J. & Schmitz, A. (2021)

New Work braucht New Learning

Springer GablerLernkultur

Erpenbeck, J. & Sauter, W. (2024)

Future Learning und New Work

Haufe, 2. Aufl.Kompetenzmanagement

Bass, B. M. & Riggio, R. E. (2006)

Transformational Leadership

Lawrence Erlbaum, 2nd ed.Transformationale Führung

Edmondson, A. C. (2019)

The Fearless Organization

WileyPsychologische Sicherheit

Goleman, D. (1998)

Working with Emotional Intelligence

Bantam BooksEmotionale Intelligenz

Greenleaf, R. K. (1977)

Servant Leadership

Paulist PressServant Leadership

Burns, J. M. (1978)

Leadership

Harper & RowTransformationale Theorie

Bock, T. & von der Oelsnitz, D. (2024)

Leadership-competences in the era of AI

Strategy & Leadership, 53(3)KI & Führung

Weitere Quellen findest du über Google Scholar, EBSCO und die IU-Bibliothek. Nutze Statista für aktuelle Zahlen und Statistiken.

Zum Vertiefen

Whitepaper & Podcast

Kostenlos: Das Leadership 4.0 Whitepaper zum Nachlesen und der Podcast zum Anhören.

Leadership 4.0: Führung in der BANI Welt

Whitepaper · 30 Seiten · ca. 20 Min. Lesezeit

Von VUCA zu BANI: Dimensionen moderner Führung, People Journey, Reflexions-Impulse und konkrete Themenvorschläge für deine Seminararbeit. Kompakt, praxisnah und kostenlos.

Whitepaper lesen

Podcast: Leadership 4.0 in der BANI Welt

8:45 Min. · Anna & Marc diskutieren

Warum klassische Führungsmodelle in einer brüchigen, ängstlichen, nicht linearen und unbegreiflichen Welt an ihre Grenzen stoßen. und wie Leadership 4.0 neue Wege aufzeigt.

KI-Podcast basierend auf Prof. Dr. Jochen Kootz' Forschung und Expertise.

Interaktive Landkarte

Die Evolution der Führung

Von der Great-Man-Theorie bis zum KI-gestützten Leadership: Entdecke, wie sich Führungsverständnis über 180 Jahre entwickelt hat – und was das für dich als Führungskraft heute bedeutet. Klicke auf eine Epoche, um tiefer einzutauchen.

1840er1840 – 1900

Great Man Theory

Führung als angeborenes Schicksal

Kernprinzip: Führungspersönlichkeiten werden geboren, nicht gemacht. Große historische Figuren besitzen inhärente Eigenschaften, die sie zu Führern machen.

1900er1900 – 1950

Eigenschaftstheorie

Die Suche nach dem Führungs-Gen

Kernprinzip: Erfolgreiche Führungskräfte teilen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale wie Intelligenz, Selbstvertrauen und Entschlossenheit.

1940er1940 – 1970

Verhaltenstheorien

Was Führungskräfte tun, nicht wer sie sind

Kernprinzip: Führungserfolg hängt vom beobachtbaren Verhalten ab – insbesondere der Balance zwischen Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung.

1960er1960 – 1990

Situative Führung

Es kommt darauf an!

Kernprinzip: Es gibt keinen universell richtigen Führungsstil. Gute Führung passt sich der Situation und dem Reifegrad der Mitarbeitenden an.

1970er1970 – heute

Transaktionale Führung

Leistung gegen Gegenleistung

Kernprinzip: Die Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden basiert auf einem Tauschgeschäft: Leistung gegen Belohnung, Zielverfehlung gegen Sanktion.

1980er1980 – heute

Transformationale Führung

Sinn stiften und inspirieren

Kernprinzip: Führung durch Vision, Inspiration und individuelle Förderung. Mitarbeitende werden befähigt, über sich hinauszuwachsen.

1990er1970/1990 – heute

Servant Leadership

Dienen, um zu führen

Kernprinzip: Die Führungskraft stellt die Bedürfnisse der Mitarbeitenden an erste Stelle. Führen heißt dienen.

2000er2000 – heute

Laterale Führung

Führen ohne formale Macht

Kernprinzip: Führung durch Überzeugung, Expertise und Beziehungsaufbau – ohne disziplinarische Macht.

2010er2010 – heute

Agile & Digitale Führung

Führung in der VUCA/BANI-Welt

Kernprinzip: Führung als iterativer, adaptiver Prozess. Schnelles Experimentieren, Lernen aus Fehlern, kollektive Intelligenz nutzen.

2020er2023 – Zukunft

KI-gestütztes Leadership

Mensch + Maschine = Führung 4.0

Kernprinzip: KI als Partner der Führungskraft: Datenbasierte Entscheidungen, automatisierte Routinen – aber Menschlichkeit als Kompass.

Die Essenz aus 180 Jahren
Synthese

Was bleibt? Die 6 Erkenntnisse

180 Jahre Führungsforschung destilliert in sechs Kernaussagen für deine Praxis.

Führung ist erlernbar

Die Great-Man-Theorie ist widerlegt. Führung ist kein angeborenes Talent, sondern ein Handwerk, das man erlernen, üben und stetig verfeinern kann.

Es gibt keinen besten Stil

Situatives Führen zeigt: Gute Führung passt sich an. Du musst Elemente aus allen Ansätzen beherrschen und flexibel anwenden können.

Von Kontrolle zu Befähigung

Der rote Faden der Evolution: Weg von Command & Control, hin zum Enabler. Nicht das Team arbeitet für dich – du arbeitest für das Team.

Menschlichkeit als Konstante

Egal ob VUCA oder BANI, ob analog oder KI-gestützt: Empathie, Vertrauen und psychologische Sicherheit bleiben die Fundamente wirksamer Führung.

Vertrauen ist die Währung

Die Trust Equation (Green): Vertrauenswürdigkeit = (Glaubwürdigkeit + Zuverlässigkeit + Intimität) / Selbstorientierung. Minimiere den Nenner.

Führung 4.0 = Synthese

Moderne Führung kombiniert transformationale Inspiration, situative Flexibilität, laterale Kommunikation und KI-gestützte Analyse – mit dem Menschen im Mittelpunkt.

Die Vertrauensformel nach Green

Vertrauen = (Glaubwürdigkeit + Zuverlässigkeit + Intimität) / Selbstorientierung

Minimiere den Nenner: Je geringer deine Selbstorientierung, desto höher dein Vertrauenswert. Als Enabler stellst du den Erfolg deines Teams in den Mittelpunkt.

Leadership Evolution Tool

180 Jahre Führungsforschung – übersetzt für deine Praxis

Jedes Modell hat Stärken und Schwächen. Dieses Tool destilliert die Essenz aus 10 Führungsansätzen zu konkreten Handlungsempfehlungen – je nachdem, ob du als Führungskraft oder im People & Culture Bereich arbeitest.

Alle Modelle basieren auf wissenschaftlich fundierten Theorien und sind für die direkte Anwendung in der Praxis übersetzt.

10 Modelle · Perspektive: Führungskraft
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Empfehle dieses Tool gerne weiter. Die Nutzung ist immer frei und kostenlos und darf auch auf Social Media geteilt werden – ohne Einschränkung und Copyright.

Interaktive Vertiefung

Führung ist kein Stil – sondern eine Anpassungsleistung

Die Praxis zeigt: Es gibt nicht den einen richtigen Führungsstil. Führung ist eine gezielte Verhaltensweise, die sich an den Reifegrad der Mitarbeitenden, die Entwicklungsphase der Organisation und die jeweilige Situation anpasst. Was bleibt, sind Werte.

Interaktives Modell

Reifegrad bestimmt Führungsstil

Klicke auf einen Reifegrad und entdecke, wie sich dein Führungsverhalten anpassen sollte.

R1: Telling / Anweisen

Niedrige Reife

Geringe Kompetenz, geringe Motivation

Klare Anweisungen geben, Aufgaben strukturieren, eng begleiten. Der Mitarbeitende braucht Orientierung und Sicherheit.

Aufgabenorientierung90%
Beziehungsorientierung20%

Praxis-Beispiel

Neuer Mitarbeiter im ersten Monat, unsicher über Prozesse und Erwartungen.

So führst du richtig

  • Klare Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Regelmäßiges Feedback
  • Erreichbare Teilziele setzen
  • Sicherheit durch Struktur geben

Das solltest du vermeiden

  • Zu viel Freiraum zu früh
  • Delegation komplexer Aufgaben
  • Fehlende Kontrolle
S1
S2
S3
S4

Hersey & Blanchard (1969): Der Stil folgt dem Reifegrad – nicht umgekehrt.

Organisationsevolution

Führung passt sich der Organisation an

Jede Entwicklungsphase einer Organisation erfordert einen anderen Führungsschwerpunkt. Klicke auf eine Phase, um mehr zu erfahren.

Führung in Krisen

Stile ändern sich – Werte bleiben

In jeder Krisenphase braucht es einen anderen Führungsschwerpunkt. Aber der rote Faden bleibt: werteorientiertes Handeln.

S1 – Direktiv

Sofort handeln

In der akuten Krise braucht es klare Ansagen, schnelle Entscheidungen und sichtbare Führung. Jetzt ist nicht die Zeit für Diskussionen – sondern für Orientierung.

Wert in Aktion

Verantwortung übernehmen: Stehe hin, entscheide, kommuniziere ehrlich.

Die zentrale Erkenntnis

Werteorientierte Führung

Führungsstile kommen und gehen. Sie passen sich an Reifegrade, Organisationsphasen und Krisensituationen an. Aber eines bleibt konstant: Werte sind der Anker. Sie geben Orientierung, wenn alles andere unsicher ist. Sie machen Führung glaubwürdig, berechenbar und nachhaltig wirksam.

"Führung ist keine Technik, die man anwendet. Führung ist eine Haltung, die man lebt."

— Die Essenz aus 180 Jahren Führungsforschung

Integrität

Übereinstimmung von Worten und Taten. Authentisch sein, auch wenn es unbequem ist.

Respekt

Jeder Mensch hat einen Wert – unabhängig von Position, Leistung oder Herkunft.

Verantwortung

Führung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – für Ergebnisse und für Menschen.

Vertrauen

Die Währung jeder Führungsbeziehung. Vertrauen wird aufgebaut, nicht eingefordert.

Mut

Unbequeme Wahrheiten aussprechen, schwierige Entscheidungen treffen, Neues wagen.

Menschlichkeit

Führung ist kein Mechanismus, sondern eine Beziehung zwischen Menschen.

Stile sind Werkzeuge. Werte sind das Fundament.

Hersey & Blanchard · Burns · Bass · Greenleaf · Kootz & Laick (2026)

Interaktiver Selbsttest

Welcher Führungsstil passt zu dir?

10 praxisnahe Szenarien aus dem Führungsalltag. Keine richtigen oder falschen Antworten – nur deine persönliche Tendenz. Am Ende erhältst du dein individuelles Führungsprofil basierend auf 180 Jahren Führungsforschung.

10 Szenarien 6 Führungsstile ca. 3 Minuten

Basierend auf dem Manuskript "Crashkurs Leadership" (Kootz & Laick, 2026)

INTERAKTIVES TOOL 13

„Glaubst du, deine Mitarbeitenden nehmen dein Führungsverhalten genauso wahr wie du?"

Inside-OutOutside-In Leadership

Führung wird nicht allein durch das Selbstbild der Führungskraft bestimmt, sondern ebenso durch die Wahrnehmung ihres Handelns im Team (vgl. Atwater/Yammarino, 1992). Die Forschung zeigt konsistent: Selbst- und Fremdwahrnehmung von Führungsverhalten stimmen häufig nicht überein – und genau in dieser Lücke entstehen Missverständnisse, Vertrauensdefizite und nachlassende Motivation (vgl. Kets de Vries, 2002). Wer People Experience Design ernst nimmt, muss auch das konkrete Erleben von Führung als zentralen Touchpoint der gesamten People Journey gestalten – denn jede Handlung, jede Entscheidung einer Führungskraft wird wahrgenommen, interpretiert und bewertet (vgl. Seliger, 2023). Dieses Tool hilft dir, den Perspektivwechsel von Inside-Out (eigene Absicht) zu Outside-In (Wirkung beim Empfänger) bewusst zu vollziehen – und dabei nicht nur die Situation und den Kontext, sondern auch den individuellen Kommunikationsstil und die Persönlichkeit deiner Mitarbeitenden zu berücksichtigen. Denn erfolgreiche Führung ist keine Einbahnstraße: Sie entsteht im Zusammenspiel zwischen handelnden und beobachtenden Akteuren und erfordert die konsequente Bereitschaft, das eigene Verhalten an der Perspektive der Empfänger auszurichten (vgl. Lubienetzki/Schüler-Lubienetzki, 2020).

Das Modell: Von Inside-Out zu Outside-In

Inside-Out

Selbstwahrnehmung: Wie ich mein Führungsverhalten, meine Absichten und meine Wirkung einschätze.

vgl. Lubienetzki/Schüler-Lubienetzki, 2020

Wahrnehmungs-Gap

Diskrepanzen liefern Hinweise auf Kommunikationslücken und divergierende Erwartungen

vgl. Atwater/Yammarino, 1997

Outside-In

Fremdwahrnehmung: Wie mein Team mein Verhalten tatsächlich erlebt, interpretiert und bewertet.

vgl. Atwater/Yammarino, 1992

Kernprinzip: Führung wird nicht nur durch Intention bestimmt, sondern entsteht im Prozess der Wahrnehmung und Zuschreibung. Nicht nur die Situation und der Unternehmenskontext, sondern auch der Kommunikationsstil und die Persönlichkeiten der Empfänger müssen berücksichtigt werden – People Experience Design bedeutet, auch das Erleben von Führung bewusst zu gestalten.

Deine Selbsteinschätzung

Entscheidungsbeteiligung

Ich beziehe mein Team aktiv in Entscheidungsprozesse ein.

Kommunikationstransparenz

Ich kommuniziere Entscheidungen und deren Hintergründe transparent.

Unterstützung & Empathie

Ich nehme mir Zeit für die Anliegen meiner Mitarbeitenden.

Delegation & Vertrauen

Ich fördere eigenverantwortliches Arbeiten und vertraue auf die Kompetenz meines Teams.

Feedback-Kultur

Ich hole aktiv Feedback ein und passe mein Verhalten entsprechend an.

Situative Anpassung

Ich passe meinen Kommunikations- und Führungsstil an die jeweilige Person und Situation an.

Weiterempfehlen

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Kursinhalt

Was dich erwartet

VUCA & BANI

Die Welt verstehen, in der Führung heute stattfindet

New Work & Leadership

Von Kontrolle zu Reflexion, Sinn und Empowerment

Führungsmodelle

Transformational, Servant, Agile, Situativ

Change Management

Lewin, Kotter, Kübler-Ross in der Praxis

Kompetenzen

Emotionale Intelligenz, Resilienz, Kommunikation

Praxistransfer

Fallstudien, Übungen, Reflexion

Viel Erfolg mit deiner Seminararbeit!

Nutze diese Seite als Startpunkt. Bei Fragen zur Themenwahl wende dich an Prof. Dr. Kootz in der Seminarveranstaltung.

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Leadership & Führung · Führung in der BANI-Welt: New Leadership, Agile Führung und digitale Transformation

Diese Materialien sind ausschließlich für den persönlichen Gebrauch im Rahmen deines Studiums bestimmt. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet. Das jeweilige Kurs-Passwort erhältst du von deinem Dozenten.

Wissenschaftliche Grundlagen

Literatur & Quellenverzeichnis

Alle Managementimpulse, Konzepte und Modelle auf dieser Website basieren auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament. Das vollständige Verzeichnis umfasst 939 Quellen aus Forschung, Praxis und aktuellen Studien.

416
Monografien & Bücher
228
Fachzeitschriften & Journals
71
Studien & Berichte
133
Sammelbände
91
Onlinequellen

Prof. Dr. Jochen Kootz · IU Internationale Hochschule · Leadership 4.0

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